Montag, 25. September 2017
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Mit Ehrlichkeit und Transparenz agieren


Bericht aus der Landshuter Zeitung: Kommunalwahl: Wahlkampfauftakt der Freien Wähler: "Peter Dreier ist der ideale Landrat" (von Gabi Lössl)

Hans Weinzierl, Andreas Strauß, Peter Dreier mit Gattin Petra, Josef Popp, Hubert Aiwanger"Der Endspurt wird eingeläutet, wir biegen in die Zielgerade ein", sagte der Landratskandidat Peter Dreier, am Mittwochabend beim Wahlkampfauftakt auf Kreisebene im Ergoldinger Bürgersaal. Er wiederholte seinen Wunsch vom 29.Januar 2013: "Ich möchte Landrat des Landkreises Landshut werden." Man dürfe sich nicht auf das Erreichte zurückziehen, sondern müsse Themen der Zukunft gemeinsam anpacken.

Peter Dreier werde es nicht bereuen, dass er seiner Seele treu geblieben ist, sagte Hans Weinzierl, ein Urgestein der Freien Wähler, der vor sechs Jahren für das Amt des Landrates kandidiert hatte. Der Bezirksrat und FW-Fraktionssprecher im Kreistag sprach damit den Versuch der CSU an, Dreier abzuwerben. "Für mich ist Peter Dreier der ideale Landrat", sagte Weinzierl und erntete für diese Worte viel Beifall. "Wir machen Politik mit gesundem Menschenverstand", zeigte sich der Landes- und Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, überzeugt. Man traue sich, die  Dinge auf den Punkt. Für Aiwanger ist Peter Dreier ein tatendurstiger Mann, der als Landrat auf dem richtigen Posten wäre. "Wir wollen mehr zu sagen haben und den Landrat stellen." 
40 Vorstellungstermine und zehn Nominierungsversammlungen auf Gemeindeebene hat Peter Dreier bereits hinter sich, weitere werden sicher folgen. Leidenschaftlich und engagiert habe er über 27 Jahre auf kommunaler Ebene viele Erfahrungen gesammelt, die ihm als Landrat zugutekommen. Er ist Sozialversicherungsfachangestellter, Verwaltungsfachwirt und Verwaltungsbetriebswirt. Seit knapp zwölf Jahren ist er Bürgermeister von Hohenthann, seit 2008 stellvertretender Landrat und seit drei Jahren Bürgermeistersprecher. "Ich habe mir meine Bewerbung erarbeitet", gab der 46-jährige zu verstehen. Der Landkreis habe sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, was an der optimalen geografischen Lage liege. Mit Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Transparenz will der FW-Landratskandidat Vertrauen schaffen. Eine nachhaltige Finanzpolitik ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Es gelte, die Mittel transparent, sparsam und gezielt einzusetzen. Die Höhe der Kreisumlage müsse mit den Gemeinde erörtert und festgelegt werden. 
Der Landkreis stehen in vielen Bereichen vor großen Herausforderungen. Kooperation statt Konfrontation und agieren statt reagieren, lautet die Devise von Peter Dreier. 
Im Bereich Landwirtschaft und Grundwasserschutz ist der Hohenthanner Bürgermeister Experte. Miteinander eine Lösung finden, ist für ihn Maßgabe. Gemeinsamkeit ist auch bei der medizinischen Versorgung gefragt. Für Dreier muss die Kooperation mit der Stadt in Bezug auf das Klinikum und das Krankenhaus Landshut-Achdorf verbessert werden. Die Sicherung der Notarztversorgung ist ihm ein Anliegen. 
Der FW-Landratskandidat will sich für ein regionales Verkehrkonzept einsetzen, wobei die Gemeinde und Städte mit einegebunden werden. Es seien starke und leistungsfähige Verkehrsadern von Nöten. Eine Möglichkeit sieht er in Ortsumfahrungen. 
Der 11.März 2011 ist ein markantes Datum: Es war der Tag der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Damals sei von der Bayerischen Staatsregierung verkündet worden, dass die Energiewende bis 2021 abgeschlossen und 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs durch regenerative Energien gesichert sein muss. In Bayern habe man eine Vollbremsung hingelegt, von den Versprechungen sei nichts übrig geblieben. "Wir brauchen die Energiewende", betonte Dreier. Damit man sie bewältigen könne, müsse sie von unten nach oben erfolgen. Der Landkreis könnte in Sachen Energiepolitik ein Vorzeigelandkreis werden. Der Ausbau der Wirtschaftsförderung ist für den 46-jährigen ein Muss. Es gelte, die Ansiedlung neuer Betriebe zu fördern, was über ein Gründerzentrum gelingen kann. Der Landkreis müsste in den Genuss von EU-Förderprogrammen kommen.
Mit dem Neubau des Gymnasiums und der Beruflichen Schulen könnte man meinen, der Landkreis müsste nicht mehr in die Bildung investieren. Doch das sei nicht der Fall. Die Bildungsqualität müsse gesteigert werden. Dazu gehören Lehr- und Lernmittel sowie Betreuungsangebote. Jährlich steigen die Kosten in der Sozial- und Jugendhilfe. 26 Millionen Euro seien 2013 veranschlagt gewesen heuer würden es noch einige Millionen Euro mehr. Dreier sieht hier den Bund und das Land in der Pflicht, die für eine spürbare Entlastung sorgen müssten. Eine aktive Familienpolitik möchte sich Dreier ebenfalls auf die Fahnen schreiben. Eine familienfördernde Infrastruktur sei von daher wichtig.
Dass er das ehrenamtliche Engagement in Vereinen, den Feuerwehren oder den Hilfsorganisationen unterstützen und fördern wird, sei eine Selbstverständlichkeit.
"Nur gemeinsam sind wir stark", sagte abschließend Peter Dreier, der davon überzeugt ist, dass die Freien Wähler die stärkste Liste für den Kreistag aufgestellt haben, die es je gegeben hat. FW-Kreisvorsitzender Josef Popp appellierte an die Mitglieder, auf die Bürger zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Zu Beginn der Veranstaltung hatte sich der Ergoldinger Andreas Strauß, der Nachfolger von Bürgermeister Josef Heckner werden will, vorgestellt.