Sonntag, 19. November 2017
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Ehrlichkeit schafft Vertrauen


Landratskandidat Peter Dreier beim RdL

Velden. Der Landratskandidat der Freien Wähler Peter Dreier stand den zahlreich erschienen Bürgern im Gasthaus Maxlwirt Rede und Antwort, wozu der Ring der Landwirte eingeladen hatte. Vorstand Franz Kurz  zählte die vielfältigen Zusammenhänge der Landwirtschaft mit dem Landratsamt auf, und sprach von den „neuen Herausforderungen“, „Landwirtschaft - Trinkwasser, Wohnen“, welches sich Dreier als Thema gestellt hatte.

Der 47 jährige Dreier, seit 12 Jahren Bürgermeister in Hohenthann, Kreistagsmitglied und in zahlreichen Verbänden und Organisationen tätig, nannte eine nachhaltige Finanzpolitik als Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit und für eine sichere Zukunft als Ziel für den Landkreis Landshut. Er setzte sich für eine flächendeckende medizinische Versorgung und den Erhalt der Krankenhäuser, die in „LaKUMed“ zusammengeschlossen sind ein. Wichtig sei ihm die Fortführung und Umsetzung der Energiewende, die Sozial- und Jugendhilfe, die Seniorenpolitik, ein regionales Verkehrskonzept, die Aus- und Fortbildung, und nicht zuletzt der Grundwasserschutz, zu dem er später näher einging. Immer mehr Aufgaben würden von „oben nach unten“ gereicht kritisierte Dreier, und deswegen sei eine Entlastung durch den Bund notwendig.

Zum Grundwasserschutz informierte Dreier über die Erfahrungen aus seiner Gemeinde Hohenthann,

wo auf Grund der Belastung des Trinkwassers durch Nitrateine Lösung mit den Landwirten, den Behörden und den Bürgern auf freiwilliger Basis auszuarbeiten war.

Auf seine Initiative hin wurde das Pilotprojekt, das durch den Freistaat Bayern gefördert wird,

 „Landwirtschaft und Grundwasserschutz in der Gemeinde Hohenthann“ gegründet. In einer Projektgruppe von zehn Landwirten werden Verbesserungen zur Zwischenfrucht und zur Gülleausbringungstechnik ausgearbeitet. Mitarbeiter vom LfL (Bayerische Landesamt für Landwirtschaft), von der TU München und dem Landesamt für Umweltschutz begleiten dieses Vorhaben.

Mit den Worten: „Ehrlichkeit schafft Vertrauen ,  miteinander reden ermöglicht Lösungen,    Offenheit und Transparenz schaffen Akzeptanz“ stellte sich Dreier der Diskussion.  

Hier wurden die Nitratbelastung in den verschiednen Landkreisregionen angesprochen.

Auf Grund der schwereren Bodenschichten wird im südlichen Landkreis der Grenzwert von 

50 mg/Liter deutlich unterschritten. Im Durchschnitt wird ein Wert von 6-8 mg/l und in Velden von

1 mg/l erreicht, teilte Jakob Oßner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit.

Weiter wurde das Bauen im Außenbereich, das Verhältnis Stadt zum Landkreis, die Wirtschaftskraft des Flughafens, die für die Region 3000 Arbeitsplätze brachte, und über den Bau der B15 neu, welche Dreier befürwortet, aber gleichzeitig ortsnahe Lösungen anmahnte, heftig diskutiert.